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Ich schau mich kurz im Spiegel an - an mir ist zu viel Fett noch dran.
Muss versuchen abzuspecken. Würd´s Essen nur nicht so gut schmecken.
Ich denk nun Tag und Nacht daran, wie ich´s wohl schnell erreichen kann,
das Fett aus mir herauszutreiben. Möglichst ohne viel zu leiden.

Die Diät wird fürchterlich. Noch mehr Tage pack ich nicht.
Ich stürz mich wild aufs Mittagessen. Selten hab so viel gefressen.
Beim Mittagessen ist nicht Schluss, such mehr, was in den Magen muss.
Hab mich dann endlich vollgestopft, schlechtes Gewissen an mir klopft.

Da steh ich mit dem vollen Magen. Der Hass auf mich kaum zu ertragen.
Noch ein bisschen passt noch rein, dann renn ich schon die Klotür ein.
Hab doch viel zu viel gegessen, spuck es raus, als wär´s besessen.
Halt meine Hände vor´s Gesicht... verdammt nochmals! Das wollt ich nicht!

Am nächsten Tag sieht´s anders aus. Geh motiviert aus unserem Haus.
Klapper viele Läden ab, und merk, dass ich kein´ Hunger hab.
Doch werde ich mir nicht erlauben, es diesem Körper ganz zu glauben.
Denn später noch in dieser Nacht, hat der Hunger wieder Macht.

Ich fress und fress und stopf hinein, das Essen für alle, fress ich allein.
Und leider, das war auch schon klar, der nächste Gang zum Klo dann war.
Dann wieder dieses Scheißgefühl, der Körper macht nur was er will.
Von wegen etwas Selbstbeherrschung, was ich erschaff, ist nur Enttäuschung.

Das Kotzen wird mich noch vernichten. Fang an, aufs Essen zu verzichten.
Doch füge ich im nächsten Zug, dem Körper wieder Schlimmes zu.
Ich will nur noch enthaltsam leben. Ich will nach dem Perfekt-Sein streben.
So beschloss ich, ohne zu sehen, den Weg des Todes stetig zu gehen.

Hab mich mal als gut empfunden, der letzte Rest davon verschwunden.
Zögernd sehe ich den Spiegel an, der meint, es sei noch zuviel dran.
Und weiter übe ich Verzicht. Mehr als die Waage interessiert mich nicht.
Ich mache nun auch viel mehr Sport. Der nächste Schritt zum steten Selbstmord.

Ich seh nur meinen Wert daran, dass ich auf mich verzichten kann.
Wieder ein paar Kilos ab, schön weiter schaufle ich mein Grab.
Und ohne, dass ich´s da nur weiß, dreh ich mich ständig nur im Kreis.
Je mehr vor Hunger ich verrecke, desto mehr Kilos ich entdecke.

Doch irgendwann ist da auch Schluss, ich merke, dass ich essen muss.
So denke ich noch ziemlich groß, doch lass vom Hungern ich nicht los.
Ich möchte nicht gleich übertreiben, und mir dann doch mehr Fett aneignen.
Und zuletzt, so wird es sein, sagt der Körper auch mal Nein!

Dann der Kampf ums Wohlbefinden, kann mich selbst nicht daraus winden.
Der Körper braucht noch extra Kraft, weil er es sonst nicht mehr lang schafft.
Und ist das Wissen durchgedrungen, geht der Weg nun ans Gesunden.
So gebe ich dann Stück für Stück, das, was ich nahm, mir selbst zurück.

Langsam kann ich wieder gehen, ohne zu denken, alles würde sich drehen.
Ich kann wieder normales Essen verdrücken, ohne zu glauben, ich würd dran ersticken.
Lerne zu leben, frei von der Waage, ohne zu fürchten, dass ich´s nicht mehr ertrage.
Doch frage ich den Spiegel dann, schreit er: sieh dich doch endlich an!
Das Fett ist ja schon wieder dran!!!! - Fängt der Scheiß von Vorne an?


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